– erschienen im Missy Mag #68, Okt/Nov 22 – In meinem Heimatdorf fiel meine Mutter in den 1970-er Jahren fashionmäßig ziemlich aus dem Rahmen. Ihre knallig-violetten Stiletto-Sandalen, ihre gelben Korkplateau-Schuhe, ihre selbstgenähten rückenfreien Kleider, ihre flotte Kurzhaarfrisur. 2313
„Wir treten an gegen die Bühne der Eitelkeit“ notiert Julian Beck 1962 in New York City, „wir wissen zwar noch nicht mit welchen Werkzeugen und wie sie anzuwenden sind, wir sind unsicher, wir haben keine Ideen, sind eine barfüßige Armee…
Ein Intendant bekennt, dass er gar nicht weiß, was ein Intendant eigentlich macht. Das große Theaterding in Mitte heißt nach einem mehrjährigen Zwischenspiel nun wieder Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Seit dieser laufenden Spielzeit darf die Zuschauerin wieder alten Bekannten aus der…
Es war einmal ein öffentlicher Raum, der analog bespielt wurde. Damals bedeutete Theater Foyergetümmel, Gemeinschaft im abgedunkelten Mutterleib der Kunst, enges Sitzen, Geruch nach Staub und Parfum, Klangteppich aus Hüsteln und danach ungeteilte Aufmerksamkeit jedes und jeder Einzelnen für das,…
Immer mehr Schauspielerinnen brechen aus den Ensembles und ihrem Beruf aus, um Rollenklischees zu entgehen und eigenverantwortlich kreativ arbeiten zu können. Drei Beispiele Auf der Bühne und vor der Kamera stehen, in die Haut anderer schlüpfen, Geschichten erzählen und ein…
Berliner Zeitung, Oktober 2020 – Sechster Teil der Adoptionsgeschichte Majestätisch und kraftvoll stemmt sich der Jaguar gegen die Anziehungskraft, streift in diesem Moment mit der rechten Vorderpranke den rotgefiederten Bauch eines Aras. Nur mit dem linken Hinterlauf hält er Kontakt…