Bücher

Guten Morgen, Du MüdeBerufstätige Mütter erzählen
Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2005
Berufstätige Frau mit Kind? Für Mütter ist es auf dem umkämpften Arbeitsmarkt schwer, sich einen Platz zu erobern. Denn Kinderbetreuung ist immer noch überwiegend Frauensache. Sind Kinder also in Sachen Berufstätigkeit ein Klotz am weiblichen Bein? …

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Wer sich für Mutterschaft und Job entscheidet, kann was erleben: Einen Alltag voller Termine und den ständigen Balanceakt, den unterschiedlichsten Ansprüchen so gerecht wie möglich zu werden. Ein enges Zeitkorsett und schmerzvolle Kompromisse sind das tägliche Brot der Frauen, die alles wollen und trotzdem feststellen müssen, dass immer noch etwas fehlt. Sie hetzen vom Schreibtisch zum Gitterbett, vom Flughafen zum Kindergarten, vom Scheidungsrichter zum Elternabend. Dauernd prallen in ihrem Alltag Welten aufeinander. Dabei entsteht die Spannung, die in ihren Erzählungen unmittelbar spürbar wird.

Wo sie hinkommt, ist Leonie L. die Jüngste. Sie hat einen Job bei einer großen Fernsehproduktionsfirma und arbeitet auf eine Karriere in der Medienbranche hin. Als sie unerwartet schwanger wird, muss sie umdisponieren. Sie kündigt und stellt fest, dass sie als freie Autorin nicht nur selbstbestimmter arbeiten, sondern auch mehr Geld verdienen kann. Mette W. steckt in der Abschlussprüfung ihres Studium und strebt eine akademische Laufbahn an. Ihren Sohn erzieht sie alleine. Sie bewegt sich in der Szene in Berlin-Prenzlauer Berg, kennt aber kaum Gleichaltrige mit Kind. Mit wenigen Freunden lebt sie ein alternatives Familienmodell, denn das Konzept Kleinfamilie ist ihr zu eng. Die geliebte Arbeit bei der Zeitung kann sich die gelernte Schriftsetzerin Evelyna G. irgendwann nicht mehr leisten, denn sie ist mit zwei Kindern allein und braucht mehr Zeit und vor allem mehr Geld. Sie findet einen höher dotierten Hilfsjob, heiratet wieder, bekommt ihr drittes Kind und steht seither im Schichtdienst am Band. Angestellte und Selbständige, Alleinerziehende oder im Paar, Mütter von kleinen und erwachsenen Kindern erzählen davon, wie sie immer wieder an Grenzen stoßen, wie sie diese überwinden und manchmal kapitulieren. Getrieben von dem Wunsch, mit oder trotz Kind ein interessantes Leben zu führen und unabhängig zu sein, suchen sie hartnäckig Wege zu ihrem Glück.


Pressestimmen:
»Nicht nur der Buchtitel ist gelungen. ›Guten Morgen, du Müde‹ spiegelt gleich die Grundstimmung vieler berufstätiger Mütter wider.«
Berliner Morgenpost

»Inspiriert durch Maxie Wanders legendäre Sammlung ›Guten Morgen, Du Schöne‹ hat Anna Opel Angestellte, Freiberuflerinnen oder Studentinnen, allein erziehend oder in einer Partnerschaft lebend, mit einem oder mehreren, großen oder kleinen Kindern, mit Ost- oder Westbiografien interviewt. Sie haben ihr Rede und Antwort gestanden und erzählen von ihrem Alltag, ihren Sorgen und Freuden und davon, was es in der heutigen Zeit heißt, eine berufstätige Mutter zu sein.«
Berliner Abendblatt

»Ein wunderbares Buch, in welchem berufstätige Mütter Kraft finden, ihren eigenen Weg zu gehen und ein nützliches Geschenk für Partner, Schwiegermütter und andere Besserwisser, die immer noch glauben, dass arbeitende Mütter zu Hause und im Job nur halb ›ihren Mann‹ stehen.«
Freie Presse

»Die Protokolle wären ernüchternd, würde nicht immer wieder ein optimistischer Ton in allen Statements durchklingen. Dadurch macht Opels Buch zugleich nachdenklich, neugierig und Lust auf einen erwünschten Job. Anna Opels Buch ist ein Plädoyer für viel – und vielleicht noch ein bisschen mehr.«
Zitty

»Keine Rabenmutter-Ideologie, sondern beste Dokumentarliteratur«
Mitteldeutsche Zeitung


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Zur Relation von Sprache und Körper in der zeitgenössischen Dramatik – Werner Fritsch, Rainald Goetz, Sarah Kane Aisthesis, 2002, (Dissertation)
In den Theatertexten von Heiner Müller und Elfriede Jelinek zeichnete sich in den 80er Jahren ein radikaler Bruch mit dramatischen Konventionen (wie Figur, Handlungszusammenhang und Schaffen eines fiktiven Szenenkontextes) ab.

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Vor dem Hintergrund dieser grundsätzlich anderen und neuen Konzeption von Sprache und Bühne werden die Theaterstücke der drei exponierten zeitgenössischen Autoren Werner Fritsch, Rainald Goetz und Sarah Kane einer intensiven Analyse unterzogen. Ein Ziel der Untersuchung ist es, die Konsequenzen des Traditionsbruchs für die aktuelle Theaterästhetik zu bestimmen. Anna Opel formuliert die These, dass in den neueren Theatertexten die Figur als psychologische oder charakterliche Entität verdrängt wird von abstrakter konzipierten, vor allem sprachlich motivierten Formationen. Zur Bestimmung dieser Innovation führt sie den Begriff ‚Sprachkörper‘ ein. Erstmals wird hier ein wissenschaftlicher Zugriff auf die Gesamtwerke der genannten Dramatiker geleistet. An die Einführung in das jeweilige Gesamtwerk schließt sich die detaillierte Analyse eines exemplarischen Stückes an. Lektüreerfahrungen werden mit Beobachtungen bei Theaterinszenierungen der Texte konfrontiert. Daraus erschließen sich – trotz der ästhetischen Bandbreite, die sich aus der Verschiedenheit der dramatischen Entwürfe ergibt – signifikante Tendenzen einer aktuellen Theaterästhetik.


Pressestimme: „Mit diesem Buch liegt zweifellos ein zentraler Befund zum aktuellen Stand der Dramen-/Theaterästhetik vor, die an einigen der innovativsten DramatikerInnen – Fritsch, Goetz, Kane – dargestellt wird.“ Deutsche Bücher